Streichlicht [für photolelektrische Effekte in Steilbrustflaschen]
Interaktive Videoklanginstallation - 2009

Streichlicht ist ein Kreislauf elektronischer Signale, ein System sich selbst produzierender Bilder, das über eine gewisse Zeitspanne hinweg autark arbeitet, jedoch in bestimmten Zeitintervallen eine Energiezufuhr von außen benötigt, um weiter funktionieren zu können.

In einem dunklen Raum stehen 20 Glasbehälter auf dem Fußboden verteilt. In den Behältern befinden sich selbst konstruierte Solarzellen, daneben liegen Lautsprecher auf dem Boden. An der Decke ist ein Videoprojektor befestigt, dessen Bild auf den Fußboden gerichtet ist.
Am Eingang zur Installation erhält der Betrachter eine Schachtel Streichhölzer und den Hinweis, eines davon im Inneren des Raumes anzuzünden.
Sobald er dies tut, hört er das Licht des Streichholzes als elektronisches Pfeifen und Knistern und im gleichen Augenblick projiziert der Videoprojektor Bilder von in ihrer Breite und Anzahl wechselnden Linien auf den Fußboden und die Glasbehälter. Das auf die Behälter auftreffende Licht verursacht eine photoelektrische Reaktion in den Solarzellen, welche wiederum das Signal für den Videoprojektor produzieren.
Der Betrachter kann zwischen den Glasbehältern umhergehen, was den Klang und somit auch die Bilder beeinflusst.
Nach einer Weile nehmen Projektion und Klang in ihrer Intensität ab, bis der Betrachter sich wieder im Dunkeln befindet und erneut ein Streichholz entzünden muss, um Streichlicht neu zu “starten”.

20 Glasflaschen 6-25 Liter; etwa 300 Liter Salzwasser; 20 Solarrmodule (Holz, Kupfer, Kabel); 10 2-Kanal Mischpulte; 10 Audioverstärker; 1 24-Kanal Mischpult; 1 Audio - Compressor/Gate; 1 Monitor; 1 Videokamera; 1 Bildstabilisator; diverse klangerzeugende Schaltungen, Kabel, Netzteile

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MATTHIAS FITZ
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